Wann ist lang, lange genug?

Über diese Frage bin ich heute in einem Hochzeitsforum gestolpert und nach einigen Minuten Nachdenken fand ich sie einfach unheimlich spannend.

Wann weiß man denn, dass man lang genug zusammen ist um den Schritt der Schritte zu gehen?
Kann man das überhaupt wissen?

Was ich so mitbekomme gibt es da die unterschiedlichsten Facetten. Hier mal ein paar Beispiele:

Pärchen A) 
Ist seit 15 Jahren zusammen. Sie leben zusammen, sind harmonisch haben viel Spaß zusammen und wirken glücklich. Nach 15 Jahren entscheiden sie sich zu heiraten.
Ein Jahr später trennen sie sich und lassen sich scheiden, weil sie merken, dass ihnen doch etwas fehlt im Leben.

Fazit: Ziemlich dumm gelaufen. Nach 15 Jahren hat sich viel Gewohnheit eingeschlichen. Man kennt sich eben. Aber was genau hat die Hochzeit denn jetzt verändert? Schaue ich auf meinen Ring und denke mir "Scheiße, jetzt ist rum?". Warum stelle ich denn genau dann, wenn ich geheiratet habe fest, dass ich das alles doch gar nicht will?

Pärchen B)
Sie sind erst seit kurzem zusammen, kennen sich kaum und schweben auf der rosa Wolke. Sie waren noch nie miteinander im Urlaub und kennen auch noch nicht alle Freunde und Freundinnen des anderen.
Dann wird "Frau" plötzlich schwanger und alles geht ganz schnell. Man zieht zusammen und heiratet und eben eine Familie zu werden.

Fazit: Tja, mein persönlicher Alptraum. Man weiß noch gar nichts wirklich voneinander. Viele Alltagssituationen hat man noch nicht erlebt und zu allem dazu kommt dann eben noch ein Würmchen, dass sogar die erfahrenste Paare auf die Probe stellt. Sehr sehr schwierig, sowas kann gut gehen muss aber nicht. Für mich wäre das absolut nix aber was will man machen, wenn es eben passiert. Gut, es muss ja nicht geheiratet werden aber plötzlich sieht dein Leben eben ganz anders aus.


Pärchen C)
Dieses Paar ist schon ein paar Jährchen zusammen. Sie haben auch ein gemeinsames Kind und leben zusammen in einem gekauften Haus. Augenscheinlich ist alles perfekt aber die entscheidende Frage bleibt leider aus. Für sie ein Horror, weil sie eigentlich alles perfekt haben möchte und für ihn völlig nebensächlich. Er möchte, dass einfach alles so weiter läuft wie bisher.

Fazit: Hier sieht man wie wichtig es ist, dass man sich einig ist. Ich könnte nicht mit einem Mann zusammen sein der nicht heiraten will, während es mir besonders wichtig ist. Da muss man eine Sprache sprechen, sonst ist immer einer gefrustet und das geht meiner Meinung nach auf Dauer auch nicht gut.


Kommen wir also wieder zu der Frage zurück "Wann ist lang, lange genug?".
Für mich gibt es da keine Zeitspanne von der man es abhängig machen kann. Es kann nach einem Jahr lang genug sein oder erst nach 10 Jahren. Entscheidet ist doch, wie gut man sich kennt und was man miteinander erlebt hat. Funktioniert der gemeinsame Alltag?
Kann ich mich auf meinen Partner verlassen und ihm vertrauen? Was nützt es mir einen Mann zu heiraten, wenn ich nicht weiß ob er bei den ersten Problemen davon läuft? Oder wir uns jeden Tag über seine herumfliegenden Socken streiten und zwar so sehr, dass ich irgendwann die Koffer packe und gehe?

Für mich ist da eben einfach die Erfahrung wichtig und man sollte nicht leichtfertig heiraten. Klar, es ist keine Falle und Gefängnis aus dem man nicht mehr entkommen kann. Aber es ist eben auch kein Kleidungsstück, dass ich trage solange es mir gefällt und entsorge, wenn es mal ein kleines Loch hat ;)

Wie seht ihr das?


Die Frage aller Fragen: Ski oder Snowboard

Wieso mir diese Frage im Kopf herum spukt oder woher sie kommt muss ich euch nach meinem Skiurlaub letzte Woche glaube ich nicht erklären.

Da steht man da mitten im Skigebiet, im kältesten Schneesturm der Welt mit zwei Brettern an den Füßen und fragt sich wieso man sich das alles überhaupt an tut.
Ich steh da also so, zittere fröhlich vor mich hin, meine Brille beschlägt vom atmen und ich habe eine Rotznase wie ein kleines Kind.
Meine Skibrille ist zu groß für unter den Helm und hängt teilweise so in meinem Gesicht, dass meine Nasenflügel zusammengedrückt werden und ich mich anhöre wie ein Marsmännchen. Klingt nicht sehr einladend, richtig!

Und dann hört man sie schon von hinten "pschiiiichhht.....zischhhhhh.......schlitter" also so in etwa.
Habt ihrs erkannt? Nein? Okay, war auch echt schwer. Die Rede ist von den mega coolen, unbesiegbaren und stylischen Snowboardfahrern. 
Sanft schwingen sie sich an einem vorbei um elegant in kleinen Bögen den Hang herunter zu gleiten.
In diesen Momenten frage ich mich, "wie machen die das" und "wieso kann ich das nicht". Tja, weil ich es eben nicht gelernt habe.
Meine Familie sind alle eingeschweißte und verschworene Skifahrer. Von klein auf standen sie auf Skiern und wie konnte es auch anders sein, dass sie mir das Skifahren aufgezwungen haben.
Da wurde ich also als 3 jährige an die Skier gekettet und in die Skischule gesperrt. Basta. Kein Veto und kein Entrinnen. Harte Schule ich sags euch.

Jetzt mit 27 stelle ich die Entscheidung meiner Eltern zwar nicht in Frage, dennoch überlege ich wieso ich nicht Snowboard fahre?
Gut, die Vorstellung mit beiden Füßen an ein Brett geschnallt zu sein macht mich etwas nervös aber hey, mit den Skiern bin ich irgendwann auch zurecht gekommen und ich sorge nicht mehr regelmäßig für Beinsalat.

Aber irgendwann wird man auch bequem man wählt eben das was man kann. Nochmal mit etwas von vorne beginnen? Den ganzen Tag auf dem Hintern herum fallen und sich den Hang runter quälen? Nein, Danke. Da nehm ich doch lieber meine Skier und kann mich gescheit fortbewegen.

Cool schauen sie schon aus die Snowboarder aber wie jeder Skifahrer habe natürlich auch ich diese tollen Vorurteile.
Überall hocken sie rum. Mitten auf der Piste, weil sie einfach nicht stehen können ohne zu rutschen. Da wird dann ein Stück gefahren und sich dann in den Schnee geschmissen.
Oder sie rutschen einfach den Hang herunter und benehmen sich dabei wie ein Messer, dass die Butter vom Brot kratzt. Nur das es sich hier nicht um Butter und Brot sondern um Schnee und den Hang handelt.
Zurück bleiben Eisplatten und Schneehügel. Nicht cool! Aber das kann man den Boardies ja nicht begreiflich machen.
Während wir vielleicht uncool aussehen mit unseren zwei langen Brettern, bleibt der Schnee wenigstens wo er ist und stehen ohne zu rutschen können wir auch. Ha!


Naja vielleicht wage ich irgendwann mal ein Tänzchen mit dem Board man wird sehen bis dahin bin ich als Skifahrer äußerst zufrieden und stolz.

Wie seht ihr das? Pro Board oder Pro Ski?

Urlaubsbericht: Skifahren in Großarl

Da ich diese Zeilen für euch tippe sieht es ganz so aus als habe ich den Skiurlaub heil überlebt. Kein Finger gebrochen und auch sonst ist noch alles heile :)

Seit Samstag sind wir wieder zurück und heute sitze ich schon wieder gesund und munter (NICHT!!!) im Büro und arbeite fröhlich vor mich hin.
Kaum zu glauben wie schnell jetzt eine Woche rum ging und wie schwer einem der Einstieg in den Alltag fällt.

Einen kleinen Bericht habe ich zu Beginn unseres Urlaubes ja schon abgegeben.
Die Woche mit der Familie war schön aber auch anstrengend und am Ende habe ich mich doch auf meine 4 Wände gefreut.

Wir hatten ein ganz tolles Hotel in Großarl den "Johanneshof", der von einer ganz lieben Familie geführt wird. Sehr modern aber doch rustikal und mit viel Liebe eingerichtet.
Das Hotel liegt mitten im Ort und hat den Anfänger Übungshang direkt vor der Tür. Perfekt also für den Hasen :D
Auch zur Gondelstation war es nicht weit und wir mussten unsere Ski nicht ewig weit schleppen.

Nach der Ankunft am Samstag, einem erste Umschauen und sich einrichten starteten wir Sonntag in den ersten Skitag. Vorher mussten der Hase und ich aber erstmal mit allem nötigen ausgerüstet werden. Polster für Pobbes und Knie gabs leider keine, dafür aber einen Helm um schlimmeres zu verhindern.


Wir sind startklar!!

Ich muss sagen für 10 Jahre Pause hat der Hase sich wirklich gut auf den Skiern gemacht. Keine großen Zwischenfälle keine Verletzungen, niemand wurde umgefahren alles lief zivilisiert ab.
Der erste Tag war also ein ran tasten und danach wurde es ernst.

Unser Wetter war leider eine absolute Katastrophe. Entweder es regnete (und zwar in Strömen) oder es schneite was absolut nicht zum Skifahren einlädt. Man sah kaum die Hand vor der Skibrille und im Gesicht fühlte man sich wie bei einem Sandpeeling.
Zwar waren wir tapfer uns versuchten zumindestens ein paar Pisten zu überleben aber Spaß hat es nun wirklich nicht gemacht.



Einen einzigen Sonnentag hatten wir und den haben wir natürlich versucht zu nutzen so gut wie es ging. Der Hase wurde hoch und runter gescheucht und war gegen Mittag fix und alle. Da nütze ihm sein ganzes alltägliches Fitnessprogramm mal sowas von gar nüschts :)
Genugtuung für mich, ich das unsportlichste Wesen aller Zeiten, hatte nämlich mit Kondition und Muskelkater überhaupt nix am Hut :D Ha!!!! 



Gegen Ende des Urlaubes landeten wir dann bei meinem Lieblingssport, dem Aprés Ski. Bisher von mir eine völlig unentdeckte Welt aber schee wars. Ich frage mich bis heute wie ich nach den ganzen Radlern und Schnäpsen am nächsten Tag um 9 Uhr beim Frühstück sitzen konnte (ach ne ich hab gar nicht gefrühstückt......) egal, ich war jedenfalls fit und hatte keinerlei Katererscheinungen.......faszinierend ob das wohl an der Bergluft liegt?



Ein absolutes Highlight war eine Pferdekutschen/Schlittenfahrt. Abends um 17 Uhr ging es mit der Familie los und wir wurden von Dora und Lisa durchs Tal von Großarl gefahren. Total toll, mit Decken eingemummelt und vom Kutscher selbstgebranntem Obstler. Herrlich.
Der Hase und ich hatten auf der Kuschelbank ganz hinten jede Menge Spaß.



Tja und dann war die Woche auch schon wieder rum, der letzte Abend brach an, ein letztes Mal Sauna, lecker Abendessen und Getränke an der Bar. Der wohl größte Reinfall, war als wir Samstagmorgen die Vorhänge zur Seite schoben und uns ein strahlend blauer Himmel und die Sonne entgegen lachten. Mit einer Wettervorhersage, dass es die ganze Woche so bleiben soll. Super vielen Dank! 
Wir haben das Beste draus gemacht und alles in allem war es ein sehr gelungener Urlaub :)

Und bei euch so? :)