Meine ewige und einzige Leidenschaft



Den Alltag ausblenden und an nichts denken.
Für die guten Momente Platz machen, Raum schaffen für kleine und schöne Momente.
Oder aber in schweren Augenblicken versinken, dem Herz einen Moment gestatten traurig zu sein und in der Vergangenheit zu verweilen!

Erinnerungen abrufen egal ob gut oder schlecht. Kurz abtauchen und versinken in Gefühlen und Gedanken!

All das kann nur eines auslösen. So vielseitig, wunderschön und unvergänglich......die Musik!
Meine Liebe meine Leidenschaft! Immer wieder wird mir bewusst wie trist und einsam mein Leben ohne sie wäre. Sie gibt mir halt und baut mich auf, sie stimuliert mich und kann meine Laune in sekundenschnelle verändern!

Gerade im Büro schätze ich diese Momente in denen ich die Ohrstöpsel reinstecke und alles um mich herum ausblende. Die nervigen und lauten Kollegen, den Stress und meine schlechte Laune!
Beim Sport treibt sie mich an, motiviert mich mehr Leistung zu bringen und durchzuhalten.
Wenn ich wählen könnte wäre mein ganzes Leben musikalisch untermalt. Mit meinem ganz persönlichen Soundtrack!
Es faszinierend mich wie facettenreich sie ist und was sie alles mit einem machen und in einem auslösen kann!

In ihr vereint sich positives und negatives perfekt, ergänzt sich oder hebt sich auf!
Ohne sie möchte ich mir meine Welt gar nicht vorstellen!
Musik drückt aus was der Mensch mit Worten nicht zu sagen vermag!

Danke Musik, dass es dich gibt!

Fat Freddys´s Drop im Schlachthof in Wiesbaden


Gestern war ich zum ersten Mal auf einem Konzert im Schlachthof in Wiesbaden.
Die Location hört sich schlimmer an als sie ist. Tatsächlich ist der Schlachthof mittlerweile ein Kulturzentrum in unmittelbarer Nähe es Hauptbahnhofs in Wiesbaden.
Gut zu erreichen und mit genügend Parkplätzen in der Nähe.



Die Location an sich ist geräumig aber nicht zu groß, sodass sie Besucheranzahl sich in einem angenehmen Rahmen befindet und man dort bequem feiern kann. Die Getränkepreise sind super fair und allgemein hat es mir dort sehr gut gefallen.
Ich mag lieber kleinere Konzerte und Veranstaltungen, gerade mit meiner Hobbitgröße fühle ich mich in riesen Massen doch eher unwohl und stehe gerne am Rand oder im hinteren Bereich.
Wenn sich nicht gerade ein 2-Meter Riese vor mich stellt kann ich dort auch immerhin ab und an etwas erkennen was da so auf der Bühne passiert. 

Gestern dort aufgetreten ist "Fat Freddy´s Drop" eine Band aus Wellington, Neuseeland. Ihren Musikstil kann man als eine Mischung aus Dub, Roots Reggae, Soul und Jazz bezeichnen. Auf jedenfall eine sehr interessante und entspannte Musikrichtung.
In Deutschland sind sie eher ein geheim-Tipp und da sie nicht in den Charts laufen auch sicherlich nicht jedermann bekannt.
Ich bin durch eine Empfehlung auf die Musik gestoßen und war von Anfang an begeistert von dem Sound, der einen sofort entspannen und abschalten lässt.

Hier mal ein kleines Beispiel:



Live war das ganze nochmal viel genialer. Wir hatten ein nettes Plätzchen gefunden, auch nachdem sich der ein oder andere Riese vor mein Sichtfeld schob, hatte ich nach einigen Umzugsaktionen einen Platz von dem ich aus auch die Bühne erspähen konnte.
Klar, in erster Linie geht es um die Musik aber oft liefern sich Live Acts ja auch eine tolle Bühnenshow.
Was mir direkt auf gefallen ist, hier sind wirklich viele Männer mit langen und viel Haar vertreten gewesen. Auch der leicht süßliche Hasch-Geruch stieg einem gleich in die Nase. Naja immerhin geht es in solchen Grüppchen ja schön friedlich zu. Keiner streitet alle Chillen irgendwie zusammen :)

Als die Band los legte war ich mega begeistert. der Gesang war einfach nur genial und ich liebe die Einflüsse von Trompete, Saxophon und Tuba, die alle live auf der Bühne vertreten waren. Sehr cool hat sich das angehört und man hat auch gerne zugeschaut.
Um 20:30 Uhr ging es los und Fat Freddy spielten bis ca. 22:45 Uhr was völlig ok ist. Mit Zugabe und allem drum und dran.
Alles in allem ein sehr gelungener Abend. Die Konzertkarte war mit 40€ zwar nicht gerade günstig, gelohnt hat es sich für mich aber allemal!

Interessant war auch die Rückfahrt im Schneegestöber. Besonders spektakulär wurde es dann noch als meine Freundin mit offenbarte, dass sie die Sommerreifen noch drauf hat. Also gurgten wir mit 100km/h auf der Autobahn lang und hofften einfach niemand vor uns möge bremsen. 
Heil zu Hause angekommen sind wir am Ende dann zum Glück beide :)

Und hier noch ein kleiner Ausblick, was sich da gestern so abgespielt hat:


Kennt ihr Fat Freddy´s Drop?


Rezept der Woche: Leckeres Gemüse Risotto mit Bacon und frischem Parmesan



Heute möchte ich euch ein sehr vielseitiges und super leckeres Rezept vorstellen. Man kann es im Originalrezept lassen, als vegetarische Variante ohne Bacon oder aber auch vegan gestalten.
Zubereitungszeit sind etwa 35 Minuten, hier ist das aufwendigste die Gemüsebrühe unterzurühren.
Wer schon mal Risotto gemacht hat, weiß, dass ist grundsätzlich etwas Zeit- und Betreuungsintensiver. Wer allerdings durchhält, dabei bleibt und das rühren nicht vergisst wird am Ende mit einem kulinarischen Leckerbissen belohnt.

Was man dafür braucht, für 2 Personen:

8 Scheiben Bacon 
1 Schalotte
1/8 Knoblauch
1 Zucchini
100g grüne Bohnen
1 Pastinake
je 5g Petersilie und Thymian
40g Parmesan
150g Risottoreis

Wer für zwei kocht und gerne am nächsten Tag etwas mit ins Büro nehmen oder nochmal essen möchte, der nimmt einfach die doppelte Menge.

Beim einkaufen war ich ziemlich entspannt, hier sind eigentlich nur Sachen dabei die jeder Supermarkt da haben sollte. Zum ersten Mal in meinem Einkaufswagen landete die Pastinake. Hier war ich sehr gespannt, beim zubereiten hat sie mich an eine Karotte erinnert vom Geruch und der Konsistenz. Im Essen selbst fällt sie kaum auf, allerdings kann sie ein paar holzige Spähne hinterlassen.

Zum zubereiten sollte man noch Geflügelbrühe/Gemüsebrühe, Butter, Olivenöl, Salz und Pfeffer zur Hand haben.
Außerdem benötigt man eine Käsereibe, einen kleinen Topf, eine große Pfanne, Küchenpapier und ein sauberes Küchentuch.

Und los gehts:

1. Baconscheiben in feine Streifen schneiden. Schalotte und
Knoblauch abziehen und klein schneiden. Zucchini waschen, Enden
abschneiden und fein würfeln. Bohnen waschen, Enden abschneiden
und in kleine Stücke schneiden. Pastinake schälen und fein würfeln.
Petersilie und Thymian waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen
und getrennt voneinander fein hacken. Parmesan fein reiben. In einem
kleinen Topf 650 ml heiße Geflügelbrühe zubereiten, bei schwacher Hitze
warmhalten.

2. Eine beschichtete Pfanne ohne Fettzugabe erhitzen. Bacon
zugeben und 3–4 Min. knusprig darin ausbraten. Anschließend aus
der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Pfanne
nicht auswischen.

3. Nun in der Pfanne 1 TL Butter und 1 TL Olivenöl bei schwächerer
Hitze erwärmen. Knoblauch und Schalotte 3–4 Min. darin glasig
andünsten. Zucchini, Bohnen und Pastinake zugeben und 5–6 Min.
bei mittlerer Hitze mitbraten. Thymian und Risottoreis hinzufügen
und ca. 1 Min. unter ständigem Rühren mitbraten. Mit 150 ml der
vorbereiteten Geflügelbrühe ablöschen und ca. 5 Min. unter
ständigem Rühren weiterköcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit
vollständig aufgenommen hat. Vorgang mit der restlichen Geflügelbrühe
unter ständigem Rühren wiederholen, bis das Risotto gar ist
(Dauer: ca. 20 Min.). Gerne etwas Geflügelbrühe mit Weißwein ersetzen.

4. Risotto vom Herd nehmen. Bacon, Hälfte der Petersilie, Hälfte des
Parmesan und etwas Salz und Pfeffer zugeben, gründlich vermischen,
dann unter einem Küchentuch ca. 2 Min. ziehen lassen.

5. Gemüse-Bacon-Risotto auf tiefen Tellern verteilen, mit restlichem
Parmesan und Petersilie bestreuen und genießen!


Ich bin von dem Geschmack des Risottos total begeistert. Und schon eine kleine Portion macht richtig gut und lange satt. Da muss man wirklich nicht viel von essen.

Wen die Nährwertangaben noch interessieren:

Kalorien: 658 kcal
Kohlenhydrate: 73g
Fett: 39g
Eiweiß: 23g
Ballaststoffe: 4g


Wäre das ein Essen für euch?

Ich bin nicht dick, dass sind die Gene...........



Wir sitzen im Auto auf dem Weg nach Hause und mal wieder bricht die allabendliche Diskussion los, was wir essen.

"Lass uns doch was beim Italiener holen", schlage ich vor, da ich schon die ganze Zeit daran denke, dass dies der Weg zu Essen mit am wenigsten Aufwand ist.

"Super, dann lass uns doch Nudeln und Salat nehmen", sagt mein charmanter Ehemann vom Fahrersitz und weiß nicht, dass er mit diesem Satz den Abend zunichte macht.

"Gut, ich nehme eine Salami Pizza", kommt es von meiner Seite und in seinem Gesicht sehe ich, dass er sich darauf vorbereitet was er als nächstes sagt.

"Oh, okay ich dachte ich nehme die Nudeln und du isst einen Salat, du wolltest ja aufs Essen achten wegen deiner Figur" entgegnet er.

Und da sind wir bei dem Punkt der zwischen uns schwebt und sich von mir gar nicht gut verdauen lässt. Klar will ich auf meine Ernährung achten aber so möchte ich es eigentlich nicht ins Gesicht geklatscht bekommen.
Ich tue mich mit mir selbst und meinem Körper schon schwer genug.
Immer wieder stehe ich vor dem Spiegel und mecker in Gedanken an mir rum. Da ist es zu viel, da zu wenig, hier zu sehr hängend und so weiter. Ein ständiger Kampf mit mir selbst mich so zu nehmen wie ich bin oder verdammt nochmal was dagegen zu machen.

Aber über dieses "Pack es an" bin ich eigentlich schon darüber hinaus. Früher war Sport für mich echt eine Qual. Jedesmal habe ich den Hasen mit Respekt und Neid beobachtet, wenn er 4-5 Mal die Woche ins Fitnessstudio oder zum joggen ging. Er war motiviert und er zog es durch und bekämpfte den inneren Schweinehund während ich lamentierend mit einem Glas Wein und einer Tafel Schokolade auf der Couch lag und mich selbst bemitleidete.

Doch so ist das gar nicht mehr. Mittlerweile stiefel auch ich 3-4 Mal die Woche zum Sport um dort sämtliche meiner Körperregionen zu malträtieren. In Form zu bringen und endlich in die Richtung zu gehen, dass ich mich wieder gerne im Spiegel anschaue und gerne neue Sachen kaufe oder eben in alte wieder rein passe. Auch an der Ernährung habe ich in den letzten Jahren gearbeitet.
Wobei ich einen wichtigen Faktor, der leider eine Kalorienbombe ist, bisher noch nicht aus meinem Leben verbannen konnte......den Alkohol. Es fällt mir schwer auf mein Bierchen oder Glas Wein zu verzichten.
Ebenso ist es mit dem Süßkram. Ich bin eine Naschkatze und für mich ist ein Stück Schokolade wie für andere die Luft zum atmen. Aber auch hier versuche ich mich zusammen zu reißen.

Ich liege auf der Couch und mal wieder wandert meine Hand fast automatisch an meinen Bauch und zwickt leicht in meine kleinen Fettpölsterchen. Ist es schon weniger geworden? Weicht die Fettschicht langsam und legt die Muskeln frei? Keine Ahnung, ich kann an mir selbst schwer die Veränderungen beobachten.
Auch dem Hasen fällt es schwer etwas zu meiner Veränderung zu sagen, da er mich jeden Tag sieht. Aber dann können sie auch nicht so elementar sein, wenn niemand sie sieht oder?


Wieso quäle ich mich dann eigentlich so oft ins Fitnessstudio, wenn es doch irgendwie nichts zu bringen scheint? Sollte man nicht meinen der Körper verändert sich in meinem Alter noch relativ schnell? Früher hieß es immer "Bei dem wie du isst, wenn du da jetzt noch regelmäßig Sport machst nimmst du sicherlich schnell ab". 
Ehm ja, jetzt mache ich regelmäßig Sport und meine gewünschten 54kg wiege ich immernoch nicht. Es ist doch wirklich zum kotzen. Wieso kann ich nicht wie meine Kollegin aussehen, wie ein Besenstiel und in alle Klamotten der Welt passen?

Also quäle ich mich weiter ins Fitnessstudio, versage den Dingen die ich so gerne esse nur um vielleicht irgendwann eines Tages eine Veränderung festzustellen? Das ist doch auch scheiße, da hat man null Motivation und gibt irgendwann total frustriert auf.
Aber einen anderen Ausweg weiß ich aktuell auch nicht. Der Sport muss sein, sonst passiert nix und man verbrennt kein Fett. Außerdem formt er ja den Körper und sorgt dafür, dass am Ende nicht alles wie ein alter Lappen nach unten hängt und rum flattert.
Vielleicht mache ich was falsch? 
"Du musst Geduld haben", sagt mein reizender Ehemann. Wir sind jetzt fast 7 Jahre zusammen, er sollte wissen das Geduld definitiv nicht zu meinen Stärken gehört. 
"Gib dir etwas Zeit dann wird das schon" versucht er mich aufzumuntern und ich würde ihm so gerne glauben.
Vielleicht bin ich wirklich ungeduldig? Vielleicht muss ich beim Sport noch mehr geben und investieren. Aber meine Zeit ist mir auch heilig und nur Zeit beim Sport möchte ich auch nicht verbringen.



Bis Ende des Jahres gebe ich mir noch Zeit zu schauen inwieweit sich mein Körper unter den aktuellen Trainingsbedingungen verändert. Ansonsten muss ich etwas tun und es muss ich etwas verändern.
Vielleicht eine Runde fasten? Alkoholentzug für mehrere Wochen? Mehr Ausdauersport?
Wir werden sehen aber ich möchte nicht mehr frustriert sein. Ich möchte mir nicht immer dauernd an den Bauch fassen in der Hoffnung, dass es sich anders anfühlt und das Fett den Muskeln weicht.
Ich möchte, dass ich mich anschauen und schön fühle, lachen kann und mir sage "Wow Baby du hast dich aber positiv verändert".
Jedesmal warte ich darauf, dass mich jemand in meinem Umfeld anspricht und mir sagt "Du hast aber abgenommen" oder "Dein Körper hat sich ja super geformt" oder irgendwie sowas. Aber es scheint keine optische Veränderung statt zu finden und dauernd krampfhaft selbst nach Veränderungen zu suchen ist glaube ich auch nicht gesund.

"Mach dich locker Puppe" sage ich mir jetzt selbst und werde mir einfach etwas mehr Zeit geben.
Es wäre doch gelacht, wenn ich meine Ziele nicht erreiche.


Und bei euch so? :) 

Wie finde ich die perfekte Hochzeitslocation

Ich werde immer wieder von zukünftigen Bräuten angeschrieben und gefragt, wo wir denn geheiratet haben, da ihnen die Bilder unserer Location so gut gefielen. Dabei bekomme ich immer wieder mit wie schwer es Bräuten fällt, die für sie passende Location zu finden.
Dabei ist das mit die wichtigste Entscheidung, neben dem "Ja" sagen und dem Bräutigam :)

Auch bei uns war das gar nicht so einfach mit der Location. Wir haben viel gesucht, uns viel angeschaut, viele Mails geschrieben, Kostenvoranschläge bekommen und dabei fast den ein oder anderen Herzinfarkt erlitten. Denn neben dem "Was wollen wir" ist das "Was können wir uns leisten" ein ganz entscheidender Faktor.
Nicht jede Location ist auch bezahlbar und da kann man wirklich von wenig bis viel Geld alles finden.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen wann man den heiraten möchte. Wer im Herbst/Winter heiratet, legt sicherlich nicht so viel Wert auf einen schönen Außenbereich zu Draußen sitzen und feiern.
Sommerbräute mögen es oft gerne idyllisch mit einem tollen Außenbereich, da sich fast alles Draußen abspielen soll. Aber auch bei den Sommerbräuten ist es wichtig in der Location immer einen Plan B für schlechtes Wetter zu haben. Und der sollte im besten Falle auch gefallen.
Leider sind unsere Wetterverhältnisse in Deutschland ja nicht immer sehr verlässlich und auch im tiefsten Sommer nicht immer unbedingt schön warm und mediterran. Da muss man schon auf die Ein oder Andere Überraschung gefasst sein.
Auch wir haben wirklich gezittert. Wir hatten uns extra den August ausgesucht "Der ist schön stabil" habe ich gedacht. Doch Wochen vor der Trauung sagte Wetter.com "Regen". Am Ende ging alles gut, blauer Himmel und warme Temperaturen aber in diesen Momente kommt doch die Brautzilla durch und man möchte den Wettergott am liebsten bestechen.


Der nächste wichtige Punkt für die Location ist die Frage "Wie möchte ich denn heiraten?". Standesamtlich im Rathaus, standesamtlich in einer besonderen Location, kirchlich oder vielleicht doch eine freie Trauung? Das ist gar nicht so leicht und hier sind einem auch viele Möglichkeiten geboten.
Wenn man z.B. kirchlich heiratet sollte man schauen ob in der Nähe der Wunschlocation auch eine Kirche ist, die einen auch traut.
Heiratet man standesamtlich in einer besonderen Location (Schloss, Wasserburg etc.) kann man prüfen ob es sich dort auch direkt feiern lässt.
Die Gäste von A nach B zu lotsen ist nämlich auch immer so eine Sache. Am Ende kommt nur die Hälfte an oder auch niemand oder alle zu spät usw.

Wir haben uns für eine freie Trauung entschieden und dafür eine passende Location mit schönem Außenbereich für die Trauung und Kaffee aber auch einem schönen Innenbereich für das Abendessen und die Party gesucht.
Sowas zu finden, was dann auch noch bezahlbar ist, ist gar nicht so leicht. Man möchte ja auch nicht stundenlang im Auto sitzen um zur Location zu kommen. Denn dort muss ja auch noch einiges organisiert werden.
Hat man z.B. eine Location weiter weg muss man schauen ob es dort einen Floristen gibt für die Blumendeko, einen Konditor für die Torte usw.
Wir hatten alles hier in unserer Umgebung zur Hand, daher sollte die Location dort bestensfalls auch sein.
Eine Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe ist ebenfalls wichtig. Gerade bei größeren Gästegruppen, bei denen vielleicht einige von Außerhalb kommen.

Wir haben unsere Location in Friedrichsdorf gefunden einem Örtchen in der Nähe von Frankfurt am Main.
Der Lindenhof ist ein Landgasthof in dem man super feiern und übernachten kann. Sie sind sehr Hochzeitserfahren und fast jedes Wochenende finden hier Feierlichkeiten statt.
Für uns der ideale Ort. Selbst im herbstlich, verregneten Oktober, als wir die Location das erste Mal sahen, waren wir sehr angetan. Dann im Sommer, wenn alles blüht war es einfach nur noch wunderschön.
Unsere Trauung fand im Innenhof unter einer über 100 Jahre alten Linde statt.



Die Linde spendete etwas Schatten, somit ist keiner eingegangen oder erlitt einen Sonnenstich.

Kaffee und Kuchen, gab es nach der Trauung am Hotelpool, den man so niemals in der Location und vor allem der Ecke vermutet hätte :)
Ein wahrer Geheimtipp.



Wichtig bei einer Hochzeitslocation ist auch immer die Kulisse für die Hochzeitsbilder. Vielleicht schon mal vorab schauen ob ihr in der Nähe ein schönes Feld oder eine andere interessante Kulisse habt vor der ihr die Bilder machen lassen könnt.
Wir hatten das Glück, dass unser Fotograf sich in der Ecke bestens auskannte und genau wusste wo er mit uns hinfahren konnte um traumhafte Bilder in einem Sonnenblumenfeld zu knipsen.



Wichtig ist auch, die Umgebung vorher auszukundschaften. Sind hier Bauprojekte geplant, wird es Baustellen geben oder die Zufahrt beschränkt sein? Wir hatten eine tolle Location gefunden aber nachdem man uns dann informierte, dass um die Location zum Zeitpunkt unserer Hochzeit eine Golfanlage gebaut wird und somit alles aus braunem Ackerland bestehen wird, haben wir dann doch dankend abgelehnt und uns für einen anderen Ort entschieden.

Persönlich verbunden oder wohl sollte man sich in der Location auch fühlen. Wer bodenständig und eher rustikal ist sollte vielleicht nicht in einer prunkvollen 5 Sterne Location heiraten, die eher protzig ist als zu einem passend. Auch solche Locations haben wir uns angeschaut. Und mal vom Portemonaie abgesehen hat hier nichts wirklich zu uns und unseren Vorstellungen gepasst.

Locations die wir uns angeschaut haben waren Schloss Romrod, Burg Schwarzenstein, Dippelshof, Rettershof, Hofgut Georgenthal, Schlosshotel Kronberg, Gewächshaus, Kronenschlösschen und noch einige mehr die mir gerade nicht einfallen wollen :)


Grundsätzlich würde ich mir einfach ein paar Stichpunkte zu meiner gewünschten Location machen. Was ist mir wichtig, was sollte vorhanden sein etc.
Dann einfach ein bisschen Onkel Google fragen oder in Foren stöbern und sich die Locations direkt mal vor Ort anschauen. Das macht Laune und man sieht ein bisschen was von seiner Umgebung.
Bei den Kostenvoranschlägen immer darauf achten "Sind Kinder voll berechnet", "Ab wie viel Personen entfällt evtl. eine Raummiete", "Für was muss ich alles extra zahlen".

Schreibt ruhig Hin und Wieder mit eurer Location in der engeren Wahl. Setzt euch auch ruhig öfter mit dem oder der zuständigen Planerin zusammen, solange bis ihr ein gutes Gefühl habt und mit gutem Gewissen und viel Vorfreude "Ja" zur Location sagen könnt.


Falls ihr noch Fragen zur Locationsuche habt oder ein paar Tipps oder Erfahrungeberichte sucht, schreibt mir einfach :)

Buchvorstellunge: Nele Neuhaus - Die Lebenden und die Toten



Sehnsüchtig habe ich auf den neuen Krimi von der Taunus-Autorin Nele Neuhaus gewartet.
Und dann hatte ich ihn, zwar etwas verspätet aber immerhin, endlich in den Händen.
Ich konnte es kaum erwarten rein zu lesen und zu erfahren was sie sich diesmal ausgedacht hat.

Schon einige Bücher von Nele Neuhaus wurden in meinem Lesewahn verschlungen. "Schneewittchen muss sterben", "Böser Wolf", "Unter Haien", "Eine unbeliebte Frau", "Tiefe Wunden" und "Wer wind sät" - sie alle wurden von mir in schnellem Tempo gelesen und geliebt.
Ich liebe einfach ihren Schreibstil und bis auf "Unter Haien" spielen alle Geschichten irgendwo im Taunus, wo ich her komme. Da ist es immer wieder interessant wie man nachvollziehen kann wo sich der Mörder gerade herumtreibt, eine Leiche gefunden wurde oder sich eine wilde Verfolgungsjagd geliefert wurde.
Den ein oder anderen Ort besuche ich auch hin und wieder zum einkaufen usw.

Jedes Buch war auf seine Art individuell auch, wenn die Hauptcharaktere immer die gleichen sind.
Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein sind bei jedem Fall zur Stelle um die Ermittlungen bis zum Ende durch zu ziehen.
Und doch ist jedes Buch immer wieder spannend, neue Orte werden bekannt und neue Verstrickungen und Vorgänge nehmen vor meinem inneren Auge Gestalt an.

In "Die Lebenden und die Toten" stimmt Nele Neuhaus ihr Kommissars-Duo zunächst auf den wohlverdienten Hochzeits- bzw. Weihnachtsurlaub ein. Doch bald wird klar: Daraus wird nichts! 

Im Taunus verübt ein Heckenschütze tödliche Anschläge. Das erste Opfer ist ein ältere Dame, die beim Joggen in der Nähe von Eschborn erschossen wird. Kurz darauf treffen die mörderischen Schüsse eine Hausfrau beim Plätzchenbacken durch das Fenster ihrer eigenen Küche. Vor den Augen von Tochter und Enkelkind ... 

Beide Opfer hatten augenscheinlich keine Feinde und eine Verbindung zwischen ihnen ist nicht erkennbar – außer der, dass sie mit der selben Waffe getötet wurden. Warum mussten ausgerechnet sie sterben? 

Der Druck auf die ermittelnden Beamten wächst stündlich, zumal das öffentliche Leben in der gesamten Region durch die Horrortaten nahezu zum Erliegen kommt. Eine gespenstische Atmosphäre macht sich im Taunus breit: Kaum jemand traut sich noch vor die Haustüre... 

Am ersten Weihnachtsfeiertag wird ein junger Mann erschossen – und diesmal gibt es eine, wenn auch vage, Verbindung zu einem anderen Opfer. Dem Mann war vor Jahren ein neues Herz eingepflanzt worden, Chefarzt damals war der Ehemann eines der anderen Opfer gewesen .... 

Fast durch Zufall gelangen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein an eine Liste, auf der weitere potentielle Opfer verzeichnet sind. Und ganz allmählich lichtete sich auch der dichte Nebel um die Motive des „Snipers“ ... 

Jetzt jedoch beginnt für die unter Hochdruck stehenden Polizisten ein atemloser Wettlauf mit dem unheimlichen Heckenschützen: Können sie den nächsten Mord noch verhindern? 


Der Klappentext klang für mich von Anfang an vielversprechend und das sollte dieses Buch auch sein. Knappe 5 Tage Abends im Bettchen lesen hat es mich an Zeit gekostet, dann war ich durch und auch traurig. Schon wieder vorbei und erstmal kein neues Buchhighlight in Sicht.
Hier wurde wirklich alles gegeben. Der Fall blieb bis zur letzten Seite spannend. In diesem Buch geht es um weitaus mehr als nur um einen Mörder den man fassen muss. Das Thema Organtransplantation spielt eine große, wichtige und interessante Rolle, was man so am Anfang gar nicht denkt.
Ich bin wirklich mal wieder unheimlich begeistert von diesem Krimi und kann ihm jedem der auch deutsche Autoren zu schätzen weiß nur ans Herz legen.
Besonders im Taunus angesiedelte werden es lieben zu spekulieren von welchem Fleckchen denn jetzt wieder die Rede ist und ob man dort schon mal war.


Kennt ihr Nele Neuhaus und Bücher von ihr?


Aus alt mach neu.......

Wie ihr ja vielleicht mitbekommen habt stecken der Hase und ich mitten in einer Großrenovierung unserer neuen Wohnung. Manchmal rennt man da ja echt ein bisschen blauäugig (bin ich übrigens und der Hase auch) in die Sache rein. Dann steht man irgendwann da und denkt sich nur noch "Oh mein Gott wie soll ich das alles schaffen".

Bei unserer Renovierung geht es ja nicht darum ein bisschen Farbe an die Wand zu klatschen, Möbel rein und gut ist. Das Badezimmer wird komplett neu gemacht, alle Böden werden getauscht, da ist viel planen und überlegen gefragt. Und vor allem "entscheiden", etwas das ich sehr ungern mache. Ich bin da immer irgendwie leicht überfordert, besonders, weil man sich ja hier bewusst machen muss, dass man die nächsten 10 Jahre erstmal mit dieser Entscheidung leben muss.
Wenn man dann noch in einer Wohnung aus den 80ern steht und sich vorstellen muss wie das alles nach unseren Wünschen aussieht, dreht sich mir alles. Aber gut wir haben es so gewollt also müssen wir es angehen und durchziehen,

Zunächst fängt man ja mal damit an, die Baumärkte unsicher zu machen und sich Fliesen, Böden, Badezimmeraustattungen anzuschauen. Wir waren sogar in einigen Bäderstudios nur um völlig überfordert wieder hinaus zu fallen. Leute, da habe ich schon gemerkt ein Haus bauen wäre die reinste Folter für mich. 
Im Hornbach bei uns um die Ecke sind wir dann etwas schlauer geworden. Wir wuselten durch die Gänge und suchten nach Fliesen für Boden und Wände die uns gefallen. DAS ist mit einem Mann eine ganz spannende Aufgabe. Der kommt da nämlich teilweise mit Farbkombinationen an, da verschlägt es euch die Sprache.
Wir wurden uns allerdings recht schnell einig. Es kam sogar so weit, dass wir im Baumarkt anfingen uns ein kleines Bad zu bauen. Also mit Fliesen auf den Boden legen, aneinander bauen usw. um zu schauen wie das so zusammen wirkt.
Die Leute haben uns zwischenzeitlich sicherlich für verrückt gehalten, wie wir da so mit unseren Fliesen von A nach B rannten und dann anfingen alles aneinander zu halten.
Mal von dem netten Mitarbeiter abgesehen, der uns bestimmt 10 Zettel ausfüllen musste, weil wir gerne eine Musterfliese mitnehmen wollten, uns aber nicht entscheiden konnten und man dafür einen separaten Zettel für die Kasse brauchte.

Und dann, wenn man sich entschieden hat fängt man an zu rechnen und den Wagen zu beladen. Schon nach kürzester Zeit stellten wir fest, mit einem Wagen kommen wir nicht hin. Den einen konnte ich schon gar nicht mehr schieben ohne mit meinen Schuhen auf dem glatten Baumarktboden einfach wegzurutschen.
Dann bezahlst du fröhlich ein Vermögen an der Kasse um dann vor deinem Auto zu stehen und mit der ersten Runde Tetris zu beginnen.



Am Ende hing der Wagen so tief, dass nicht mal ein Päckchen Tempos dazwischen gepasst hätte. ABER es ging erstmal alles rein. Wir waren mit unseren Einkäufen ja noch lange nicht am Ende.
Bis man da alles zusammen hat, dass dauert. Vor allem, wenn man jedesmal im Baumarkt steht und irgendwas elemtares vergessen hat zu beachten. "Hat das Klo jetzt zwei oder einen Anschluss", "Wie hoch ist die Sockelleiste für den Flur", am Ende kauft man dann 90% doch nicht, weil man erstmal einige Dinge nachschauen muss. Und so zieht sich das Spektakel über Wochen.

In der Zwischenzeit haben unsere fleißigen Handwerker angefangen unser Bad in eine Ruine zu verwandeln. Leute, kaputt machen macht Spaß aber hier soll mal ein neues schönes Bad entstehen?



Bei dem Anblick irgendwie kaum vorstellbar. Ich fühle mich eher wie in einem Bergwerk oder einem zerbombten Haus mitten im Krieg. Also stehe ich da in meinem Haufen aus Schutt und Schmutz und versuche mir auszumalen, wie toll das am Ende alles aussehen will. Wie ein Mantra bete ich das vor mich hin "Das wird alles ganz toll", "Am Ende wirst du über diese Bilder lachen"..........hoffentlich!

Aber jedem Guten geht erstmal Chaos voraus. So wohl auch hier. Oder wir lassen es einfach so, wer braucht schon ein Bad? Ich seh schon am Ende sind wir pleite und können uns das schön machen nicht mehr leisten, dann dusche ich eben im Garten unter der Sprenkleranlage, da haben die Nachbarn wenigstens was zu gucken.

Ihr seht schon ich bin absolut positiv gestimmt und gerate kein bisschen in Panik. Zum Glück habe ich den Hasen. Der ist wie immer tiefen entspannt und sagt mir immer wieder es wird alles gut und am Ende wird alles ganz toll aussehen. Und ich weiß, er hat recht. Das wird es ganz bestimmt.
Nur vorher ist erstmal Chaos angesagt und entscheiden, ganz viel entscheiden :)

Die Frau im Spiegel

Ich stehe langsam aus meinem gemütlichen Bett auf und schlurfe durch den Flug.
Auf dem Weg ins Bad werfe ich einen kurzen Blick in den Flurspiegel nur um doch inne zu halten und mich etwas genauer zu betrachten.

Harte Züge zeichnen sich um meine Mundwinkel ab. Da ist keine Spur von nur dem Hauch eines Lächelns.
Meine Augen schauen müde drein ohne Glanz oder Freude darin. Die Schulter hängen und jeder Schritt fällt schwer. Und nein es liegt nicht am Muskelkater des Sportprogramms von gestern......oder doch? Man weiß es nicht.

Am liebsten würde ich auf direktem Weg wieder umdrehen und zurück unter meine Bettdecke kriechen. Da wo mich niemand findet und der Tag quasi gar nicht beginnt. Ich fühle mich schwach, unausstehlich und zum kotzen.
Keine Vorfreude auf den neuen Tag, denn ich weiß jetzt schon ich werde dem Berg an Arbeit nicht her. Wühle mich durch jede Menge scheiß und am Ende würdigt es doch keiner, dass ich mich täglich zerteile, quasi für drei arbeite. Nein, als dank bekommt man noch mehr scheiß auf den Tisch und alles wird als selbstverständlich angesehen! Macht sowas noch Spaß? Soll man sich so auf die Arbeit freuen? Wohl eher nicht!

Privat ist man auch nicht auf der Höhe. Ich habe das Gefühl einen Kampf nach dem anderen zu kämpfen. Für alles muss ich mich rechtfertigen, werde kritisiert und niemand versucht einfach mal meine Entscheidung zu akzeptieren.
Egal wie man was macht irgendjemand stört sich immer daran und übt Kritik. Ich habe keine Lust mehr darauf ich möchte meine eigenen Entscheidungen treffen ohne zu begründen wieso weshalb warum! Ist das denn so schwer zu verstehen? So viel verlangt?

Alles dreht sich und es nimmt kein Ende! Wieso kann es nicht einfach mal normal laufen oder ich es eben nehmen wie es ist? Entspannt, gechillt und in Ruhe?
Ich wäre gerne wie der Hase! Ein entspannter Hasen-Guru. Immer für mich da, mit Rat und Tat zur Seite und nichts bringt ihn aus der Ruhe! Na gut ich vielleicht manchmal :)

Am Ende quäle ich mich durch den Tag, freue mich auf einen Abend auf der Couch mit einem kühlen Getränk in der Hand. Lasse alles hinter mir und versuche abzuschalten und morgen neu in den Tag zu starten!
Neuer Tag neue Chance!