10 Dinge die ich an mir nicht mag aber auch nicht ändern werde!



Manchmal sitze ich alleine auf dem Sofa, nippe an einem Glas Wein oder an meinem Bier und nutze die Zeit und Stille über mich und mein Leben nachzudenken. Ich sinniere nicht oder verfasse im Kopf meine Memoiren, dazu fühle ich mich mit 27 einfach noch zu jung.
Dennoch ist es nicht verkehrt mal über sich, sein Verhalten aber auch sein Umfeld nachzudenken und alles ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Teilweise ertappe ich mich zwar dabei wie ich vieles zerpflücke, schlechter mache als es ist oder mich irgendwie in meinem Gedankenwust verirre. Zu viel nachdenken ich nämlich auch nicht sonderlich gesund. Da kann man sich schon mal selbst schlechte Laune machen oder viele Dinge einfach zu eng sehen. Wieso hat der da und da nicht an mich gedacht? Wann hat sich der und der das letzte mal gemeldet? Wieso habe dies und das nicht früher gehört? usw.........

Ich bin ein recht nüchterner Mensch und oh wunder ich weiß, dass ich ganz und gar nicht perfekt bin. Möchte ich auch gar nicht. Wäre ja auch viel zu langweilig, wenn ich keine Ecken und Kanten hätte. Meine Ecken und Kanten mag ich übrigens, nicht alle immer aber doch meistens. Sie sind meine persönlichen Special Effects :) Kam schon vor, dass ich etwas Zeit gebraucht habe um mich mit der ein oder anderen Macke zu arrangieren und sie eben als solche zu akzeptieren aber man lernt nie aus und wird ja auch älter.
Heute mit 27, habe ich mich sicherlich noch nicht zu 100% gefunden (wo sucht man sich eigentlich selbst?) doch ich lebe mit mir selbst ganz gut. Bonus ist auch, dass ich einen Partner habe, der das merkwürdigerweise auch zu können scheint. Faszinierend wie er das macht aber mir egal Hauptsache er kann es und hört damit nicht auf. Wär ja doof, dann hätten wir den Schlamassel.

Nun aber der ein oder andere Punkt an mir ist sicherlich verbesserungswürdig. Hin und wieder nerve ich mich damit selbst aber was will man machen. Man ändert sich ja nicht mal eben von heute auf morgen. Vor allem nicht, wenn man die Verursacher-Macken nicht bemerkt. Die sind nämlich ganz fies und fallen oft nur anderen auf und man selbst denkt "Boah ey bin ich eine coole Socke". Also habe ich mal ein paar Dinge für mich definiert.

1) Ich bin ein absoluter Morgenmuffel. Aber keiner der einfach mies gelaunt ist morgens. Ich bin unter der Woche ein Morgens-Rede-Muffel. Ich brauche meine Ruhe, meinen Freiraum zum morgendlichen hantieren und mich darf niemand von der Seite anquatschen. 
Bis ich im Büro unter Menschen bin habe ich mich meistens eingekriegt und bin zu kleineren Gesprächen fähig. Aber bitte nicht mit zu guter Laune vor mich treten, dass wäre Kontraproduktiv.

2) Meine Erwartungen an "Freunde" sind schon sehr definiert und die Latte liegt hoch. Ich kann es nicht haben, wenn ich das Gefühl bekomme um die Aufmerksamkeit eines Freundes "betteln" zu müssen. Oder wenn ich einem "Freund" permanent hinterher rennen muss. Auch mag ich es nicht, wenn dauernd ich mich melde und von der anderen Seite nie etwas kommt. Ich möchte das Gefühl haben der Person wichtig zu sein. Das Wort "Freunde" habe ich in " (Füßchen) gesetzt, weil da ja jeder eine andere Definition hat.

3) Oft fühle ich mich total schnell angegriffen. Es ist nicht so als renne ich dauernd mit einem schlechten Gewissen rum. Der Hase meinte letztens "Irgendwas stimmte da aber bei der Spülmaschine nicht, hier sind die ganzen Schalen gesprungen". Prompt fühlte ich mich angegriffen, da ich ja die Spülmaschine angestellt habe. Also dachte ich, er macht mir den Vorwurf ich hätte da was falsch gemacht.......

4) Ich habe meine Launen manchmal nicht unter Kontrolle. Die entgleiten mir einfach so. Ich kann quasi nix dagegen tun. Im ersten Moment habe ich gute Laune "Ah die Sonne scheint es ist warm tüllülülü" und BÄÄÄMMMM nix mehr tülülülü "Alles scheiße nur Stress die Sonne ist bestimmt weg wenn ich Feierabend mache". So ne richtige Motzkuh. Als hätte ich quasi permanent meine Periode. Das schöne daran ist es macht keinen Unterschied ob die Erdbeerwochen da sind oder nicht. Ich bin quasi immer gleich doof und unberechenbar.....

5) Mich kann man schlecht zu etwas motivieren was ich nicht mag. Das klingt vielleicht für euch logisch ist aber für den Motivierenden eine sehr frustrierende Angelegenheit. Ich motiviere gerne andere. Wenn ich mich allerdings gegen etwas sträube kann man Motivationarbeit leisten so viel man möchte da tut sich nüscht.....nada.....nix da!
Der Hase hat das oft in Sachen Sport probiert. "Lass uns doch mal das und das testen", "Wollen wir nicht heute mal schwimmen gehen?"............keine Chance. Das ist wie Durchzug. Schon beim Wort "Sport" verkrampft sich mein Trommelfell und verschließt den Ohreingang.


So und mehr Punkte fallen mir gerade nicht ein. Ich finde 5 auch schon absolut ausreichend manche Leute reflektieren an sich nicht mal einen halben Fehler ;) Und den Titel fand ich so passend wegen "10 Dinge die ich an dir hasse".

Wie ist das bei euch? Seid ihr auch so? Versteht ihr was da so bei mir los ist?

Kommentare:

  1. Dieser Post ist wirklich super. Ich finde es toll, dass du zu deinen Fehlern stehst und auch offen und ehrlich darüber schreibst. Die meisten Menschen sehen ihre Fehler nicht ein, wie du bereits schon gesagt hast und das ist so ein Punkt der mich an vielen Menschen gewaltig stört. Denn es gibt keine Menschen ohne Fehler und das ist meiner Meinung nach auch gut so :)

    Liebe Grüße :)
    http://measlychocolate.blogspot.de

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  2. In dem ersten Punkt und dem über die Freundschaft, kann ich dir nur recht geben! Morgens bin ich gar nicht all zu schlecht drauf, nur eben möchte ich meine Ruhe haben! Bekomme ich diese nicht, dann und nur dann werde ich wirklich stinkig! Das man es nach 21 Jahren nicht versteht.... tja.. dann muss man Fühlen denke ich mir so :P!

    Und die Latte der Freundschaften... jaja... ich hab glaube ich ziemlich viele Dinge die ich sogar akzeptiere. Einige, die andere nicht gut fänden, aber in denen mir gewisse andere Dinge wie zB Zuverälssigkeit einfach wichtiger sind. Nur wenn das dann nicht eingehalten wird - dann hat man verkackt :)

    Liebe Grüße,
    Bambi

    http://xfunkelmaedchen.blogspot.de

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  3. Ein schöner Post, es ist so wichtig sich auch selbst analysieren zu können, mal Macken und "Fehler" einzugestehen und nicht immer nur bei den anderen zu suchen. Was wie du richtig gesagt hast, nicht bedeutet alles ändern zu müssen. Einfach sich bewusst sein das man selbst auch so eine Eigenarten hat, die vielleicht nicht für jeden einfach sind reicht völlig :)

    Das mit dem Morgens richtig unberechenbar nöhlig und zickig zu sein, wenn man nicht in Ruhe seinen Tag beginnen kann, kenne ich von mir selbst nur zu gut... :)

    Liebe Grüße, Mona von Belle Mélange

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  4. Gut getroffen! Ich denke, das geht fast jedem so -aber im Endeffekt muss ich sagen, dass ich deine "Macken" gar nicht schlimm finde. Und es sind nur 5. Du brauchst dir also gar keine Gedanken machen, da kenne ich viel "schlimmere" Leute.
    Bei mir ist morgens die Ruhe auch wichtig. Und wer das nicht kapiert, der hat bei mir leider auch Pech gehabt...

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  5. Am besten finde ich die Frage "wo sucht man sich eigentlich selbst"? Ich konnte mir auch noch nie was drunter vorstellen - zumindest nicht so konkret. Bis ich jetzt das Glück hatte, langsam dahinterzukommen...
    Kannst mir gern ne Mail schreiben, wenn du Interesse hast.
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

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  6. Sehr schöner und offener Post. Gefällt mir! :)

    Liebste Grüße ♥
    http://loveyourself8.blogspot.de/

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  7. Ein toller Post.:-)
    Liebste Grüße Laura
    lauravhh.blogspot.de

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Vielen Dank wie wunderbar, für dein neues Kommentar!