Freundschaft - ein ewiges Mysterium



"Freundschaft ist ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Eine in einer freundschaftlichen Beziehung stehende Person bezeichnet man als Freund oder Freundin."

So sagt es unser guter Freund "Wikipedia".
Und doch ist es mir immer noch ein Rätsel und jeder sieht eine Freundschaft anders.

Manchmal knüpft man Freundschaften schon in frühen Kindertagen und einige überdauern die Jahre und die Entwicklung und manche gehen irgendwann auseinander.
Für mich ist es schwer zu begreifen, wenn sich zwei Menschen auseinander leben und eine Freundschaft in die Brüche geht. Und doch ist das wohl unvermeidlich.

Eine Freundschaft ist für mich ein Geben und Nehmen. Man muss sich vertrauen können und sich gegenseitig das Gefühl geben sich wichtig zu sein. Wahre Freundschaft übersteht alles und ist nicht immer nur schön. Man sagt nicht was der andere hören will sondern man ist ehrlich egal ob die Wahrheit schön ist oder nicht.

Doch manchmal entwickeln sich zwei Menschen in völlig unterschiedliche Richtungen. Man hat sich nicht mehr viel zu sagen oder versteht sich einfach nicht mehr. Dann ist es an der Zeit loszulassen. So schwer das auch manchmal ist aber es gehört zum erwachsen werden dazu.
Wieso soll man krampfhaft an etwas festhalten was eben einfach nicht mehr funktioniert oder einer Person mehr Kummer als Freude bereitet?
Irgendwie klingt das gefährlich nach einer Beziehung :) Was eine Freundschaft ja auch quasi ist, nur eben auf eine etwas andere Art.
Auch eine Beziehung muss gepflegt werden. 

Wie kommt man aber damit zurecht, wenn eine Freundschaft nicht mehr ist? Wie akzeptiert man, dass etwas nicht mehr so ist wie es einmal war. Man kannte sich so lange und hat vieles zusammen erlebt. Und doch steuert man unterschiedliche Richtungen an.
Oft habe ich mich an die Vergangenheit geklammert und teilweise auch in ihr gelebt, nur um dann zu erkennen, dass die Gegenwart eben anders ist. Ich habe mich verändert, habe andere Erwartungen an eine Freundschaft und fange irgendwann an auszusortieren. Wer geht den Weg weiter mit mir und wer nicht? Für wen würde ich immer noch jederzeit überall hinkommen um zu helfen? Und wer ist für mich da, wenn es mir schlecht geht?

Die Zeit verändert alles man muss nur lernen damit umzugehen und das fällt mir hin und wieder noch sehr schwer aber ich arbeite daran.

Kennt ihr das Problem mit den Freundschaften die sich verändern? Wie geht ihr damit um?


Kommentare:

  1. Gute Überlegungen ... Ich glaube, jeder hatte schon mal eine Freundschaft, die sich verändert hat und in der man sich auseinander gelebt hat. Das ist zwar schade und traurig, aber es passiert. Ich finde es nur wichtig, dass man im Nachhinein nicht bereut, dass es diese Freundschaft mal gegeben hat. Man sollte mit einem guten Gefühl darauf zurückblicken können.

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  2. Ich denke, es ist normal, dass sich Freundschaften verändern (denn die Menschen, die hinter den Freundschaften stecken, verändern sich ja auch). Veränderung ist an sich auch nichts Negatives, man sollte sie nur zulassen und akzeptieren. Und gemeinsam am Fortbestehen der Freundschaft arbeiten.

    http://klotzennichtkleckern.wordpress.com

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  3. Sehr schöner Beitrag :)

    sophias-fashion.de

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  4. Wow! Das ist so schön geschrieben und trifft es auf den Punkt. Ich bin auch wirklich schlecht darin, die Vergangenheit loszulassen und habe oft das Gefühl ich lebe in ihr...manchmal bin ich mir auch nicht sicher, ob ich das Loslassen je lernen werde.
    Auf jeden Fall kann ich meine Oma heute verstehen, wenn sie sagt "Früher war alles besser." :)
    Denn ich wünsche mir oft einfach wieder klein zu sein...12 oder so...keine Geldsorgen, es ist egal wie man aussieht, man muss sich keine Gedanken über die Zukunft machen, das einzige Problem, das man hatte war, ob das Taschengeld für die Bravo UND eine bunte Tüte reicht :D

    Übrigens finde ich deinen Blog toll und mag deine Art zu schreiben sehr!

    Liebste Grüße
    Anita
    http://theapplepig.blogspot.de

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    1. Da hat deine Oma absolut recht. Das Leben war als Kind so unbeschwert und je älter man wird umso mehr Gedanken macht man sich. Vielleicht lernen wir aber im Alter wieder Dinge gelassener zu sehen ;)

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  5. Schöner und mal etwas anderer Beitrag. Kenne auch das Problem dass sich Freundschaft verändert. Leider..

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  6. schöner Beitrag. Das mit den Veränderungen kennt, glaube ich, jeder :)

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  7. Hallo Laura,
    ein großes Lob an deinen wunderbaren Beitag. Wenn ich in einem Freundschaft gesteckt habe, konnte ich mir nie vorstellen, dass diese irgendwann nicht mehr existieren könnte. Das liegt wohl daran, dass diese bei uns Frauen so intensiv ist. Eine meiner besten Freundinnen hat nun ein Kind bekommen, was ein starke Veränderung mit sich bringt. Landleben anstatt Stadtleben, Fa Windeln statt Fashion... Nun wird unsere Freundschaft auf die Probe gestellt. Werden wir es schaffen??? Ich hoffe es in meinem Herzen ganz,ganz fest.
    Liebe Grüße
    http://www.instylequeen.de/

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    1. Das mit dem Nachwuchs kenne ich und passiert bei mir im Umfeld auch gerade. Jedoch werde ich super in das ganze mit eingebunden und es macht wirklich Spaß, auch wenn sich natürlich das Ein oder Andere ändert ;)

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  8. Schöner Beitrag. Ich muss gestehen, dass ich mich da nicht richtig wiederfinden kann. Nicht wegendem Beitrag im speziellen, sondern eher weil ich doch immer eher die Außenseiterin war die alleine durchs Leben ging. Zwei Freundinnen von mir, die ich nun seit über einem Jahr nicht mehr gesehen habe, haben auch schon Kinder und seitdem hat sich die lockere Freundschaft eher in Richtung Bekanntschaft entwickelt. Das ista ber auch schon das einzige was ich dazu sagen kann.. ^^

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  9. Liebe Laura,

    wir haben dich für den Liebster Blog Award nominiert und würden uns sehr über deine Teilnahme freuen. Deinen Award kannst du dir hier abholen: http://dietestfactory.blogspot.de/2014/11/liebster-blog-award-hoch-2-d.html#more
    Dort findest du auch alle Regeln und Fragen :)

    Liebe Grüße

    Jule & Patrick

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  10. Aussortieren klingt in diesem Zusammenhang schon recht hart aber ich weiß, was du meinst. Manchmal ist es einfach so und das muss man akzeptieren.
    Gruß Ina
    http://inaisst.blogspot.de

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  11. Ich habe wenige, aber dafür sehr gute Freunde! Das ist mir wichtige, als 1000 Leute auf meiner Geburtstagsparty tanzen zu lassen, aber wenn man wirklich Hilfe braucht, ist keiner von denen da. Qualität statt Quantität! :-)
    Liebe Grüße,
    Marie

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  12. Ich muss meine Freunde nicht oft sehen, aber wenn wir uns sehen, dann soll es so sein, als hätte nie eine Zeit zwischen dem andern Treffen gelegen. :)

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  13. Ich habe leider durch meinen Umzug und einige private Angelegenheiten keine Freunde die ich schon viele Jahre über kenne, trotzdem ist mir das Mysterium bekannt. Menschen verändern sich, man selbst verändert sich, Prioritäten wechseln. Man kann leider wenig dagegen tun außer hoffen das die richtigen bleiben :)
    Liebst,
    Farina

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  14. Freunde kommen. Freunde gehen. Früher hab ich sehr unter einem Ende einer Freundschaft gelitten. Vermutlich war es vergleichbar mit Liebeskummer. Das war jedoch zu Schulzeiten. Mit den Jahren habe ich einfach immer mehr erkannt, was wahre Freundschaft ausmacht und das Trennungen zum Leben dazu gehören. Wenn etwas geht, ist Platz für neues.

    Keinen Menschen im Leben trifft man zufällig, es steckt immer eine Aufgabe oder Botschaft dahinter. Ist diese erfüllt oder begriffen endet der gemeinsame Weg. Das ist mal ganz grob formuliert meine Auffassung. Details würden den Umfang dieses Kommentars sprengen. ;)
    Hoffe jedoch, dass meine Botschaft ein wenig durchkam.

    Ach ja. Ich gebe zu dass ich Freunde ausortiere. Aber nicht weil sie lästig geworden sind oder sonst etwas. Nein, viel mehr weil sie mir z.B. mehr Last als Freude vermitteln. Einen drückenden Schuh zieht man sich auch nicht dauerhaft an, weshalb also Menschen mit sich ziehen die einen in welcher Form auch immer herunterziehen.

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Vielen Dank wie wunderbar, für dein neues Kommentar!